Caritas privat: Ein Verband zeigt Gesicht

Mit „Caritas privat“ ermöglicht die Berliner Caritas auf Facebook einen neuen Blick auf ihre Mitarbeiter(innen).

Caritas-Mitarbeiterin macht Yoga-ÜbungViele von uns haben auf ihrer Facebook-Seite ein Bild von sich, geben an, was ihnen gefällt und was sie in der Freizeit machen. Wir zeigen unseren Charakter, sind offen und jederzeit erreichbar. Doch wie kann man als Verband persönlich werden und Gesicht zeigen? Diese Fragen haben wir uns beim Caritasverband für das Erzbistum Berlin gestellt und sind so zu unserer Idee der Fotoserie „Caritas privat“ gekommen.

Unser Anliegen: Wir wollen einen ungewöhnlichen Blick auf die Caritas ermöglichen – oder besser – auf die Menschen, die für die Caritas stehen: Was zeichnet die Mitarbeiter(innen) und Ehrenamtlichen persönlich aus? Woraus schöpfen sie ihre Kraft?

So haben wir’s gemacht: Im Zentrum der Aktion steht eine Fotoserie mit Porträtbildern unserer Mitarbeiter(innen), die wir regelmäßig auf unseren Social-Media-Kanälen und der Website veröffentlichen. Zusammen mit dem freien Fotografen Walter Wetzler entstand der Bildaufbau: Neben dem einheitlichen dunkelgrauen Hintergrund gehört es zum Konzept, dass jede Person in der gleichen Einstellungsgröße mit einem Gegenstand fotografiert wird, der für sie wichtig ist. Das, was die Privatperson ausmacht, fungiert also als Stilmittel: Ein Musiker mit Gitarre, ein Surfer mit Surfbrett, eine Gärtnerin mit Schere und Harke, … Um die jeweilige Person „erlebbar“ zu machen, lassen wir sie durch ein Zitat neben dem eigenen Foto selbst „sprechen“. Außerdem erhöhen wir den Wiedererkennungswert der Aktion durch ein Caritas-privat-Logo in Stempel-Optik.

Hip Hop - Caritas BerlinSo kamen wir zu den Models: Wir haben auf unserer großen Mitarbeiterparty für die Aktion geworben und viele Kolleginnen und Kollegen durch persönliche Gespräche und anschließende Telefonate überzeugt. Ein Aushang im Haus war weniger erfolgreich.

Was wir gelernt haben: In der Umsetzung stellte sich schnell heraus, dass es sich lohnt, am Set mit unterschiedlichen Gegenständen zu experimentieren. Die eine fühlt sich mit einem Kochlöffel vor der Kamera unwohl, während der andere damit erst richtig strahlt und das Foto auch gern im Privatleben nutzt. 14 Motive haben wir mittlerweile veröffentlicht und freuen uns über positives Feedback von Kolleg(inn)en sowie von außen. Seitdem die ersten Motive online gegangen sind, bekommen wir mehr spontane Zusagen, wenn wir in Gesprächen nach weiteren Models suchen.

Wie geht es weiter? Wir planen, unser Haus mit den Gesichtern von „Caritas privat“ zu schmücken. Unsere Hoffnung ist es, durch die Fotoserie auch Neugierde und Motivation bei den Menschen zu wecken, die mit dem Gedanken spielen, sich ehrenamtlich für uns zu engagieren oder sich bei der Caritas zu bewerben. Wir wünschen uns auch, dass „Caritas privat“ weitere Impulse setzt für unsere interne Kommunikation, und das auch auf Bundesebene. Einen ersten Schritt haben wir getan, indem wir unsere Idee beim ersten „digitalen Stammtisch“ in Form einer Videokonferenz vorgestellt haben. Für weiteres Feedback und Austausch sind wir offen und jederzeit erreichbar …

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