Der Caritasverband Darmstadt hat seine Hilfeangebote und wichtigen Informationen in Leichter Sprache zugänglich gemacht, um Menschen mit Lernschwierigkeiten, geistiger Behinderung, funktionalem Analphabetismus sowie Migrant*innen und Geflüchteten den Zugang zu erleichtern. Ein Beispiel ist die Datenschutzerklärung, die durch die Illustratorin Jutta Wrobel mit Bildern ergänzt wurde, um die Inhalte verständlicher zu machen und das Siegel „Leichte Sprache“ zu erhalten.
Laufend
Nicht jedem Erwachsenen fallen das Lesen und Verstehen von Texten leicht. Menschen mit Lernschwierigkeiten, geistiger Behinderung, funktionale Analphabet: innen oder manchmal auch Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte können oftmals Texte nicht verstehen. Für diese Personengruppen ist Sprache eine Barriere.
Da der Caritasverband Darmstadt auch diesen Menschen das Internet als Informationsquelle zu Verfügung stellen möchte, wurden die Hilfeangebote des Verbandes sowie wichtige Informationen nun auch in Leichter Sprache geschrieben. Beispielsweise sind jetzt die Datenschutzerklärung, die Sozial-, Erziehungs- und Migrationsberatung in Leichter Sprache beschrieben.
Die Konzepte und Regeln der Leichten Sprache sind aus dem Engagement von Menschen mit Lernschwierigkeiten heraus entstanden. Leichte Sprache ist eine gesetzlich geschützte Sprache mit klaren Regeln wie: 1. Bildung von kurzen Sätzen; 2. Bilder und Illustrationen dienen als unterstützende Elemente zum Inhalt des Textes; 3. die Texte müssen mindestens zweimal von Menschen, die der Zielgruppe angehören, geprüft werden.
Beispiel Datenschutzerklärung: Die Illustratorin des OCV Darmstadt, Jutta Wrobel, hat die Texte mit Zeichnungen ergänzt, die einen weiteren Zugang zu deren Bedeutung ermöglichen. Ohne die Bilder hätte die Caritas Darmstadt das Siegel „Leichte Sprache“ nicht erhalten. Vor allem die Übersetzung der Datenschutzerklärung war eine Herausforderung, aufgrund der juristischen Sprache verbunden mit der Rechtswirksamkeit und Verbindlichkeit der Erklärung. Interne und externe Datenschutzbeauftragte, Prüfgruppe und die Stabsstelle Vielfalt arbeiteten monatelang an der Formulierung.
Vorgehensweise:
Zunächst hatte der Verband zum Thema „Leichte Sprache“ Workshops angeboten, damit Mitarbeitende sowie Leitungspersonen die Leichte Sprache üben und deren Angebote in Zukunft dementsprechend anbieten können. Es wurde viel diskutiert und jede Menge Detailarbeit war nötig.
Der Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen hat die Texte durch eine Prüfgruppe sowie Fachkräfte gelesen. Diese hat festgestellt, ob der Text vollständig verstanden wird und Leichte Sprache ist. Wenn dies nicht der Fall war, dann wurden Hinweise gegeben auf die Punkte, die geändert werden mussten. Nach der Korrektur wurden die Texte nochmals geprüft.